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Schade, dass Sie der Einladung des Österreichischen Kynologenverbandes den Rücken kehrten – um mit flinken Schritten zur Balleröffnung zu eilen .....

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ÖRV Langenzersdorf

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ÖRV Langenzersdorf

Schade, dass Sie der Einladung des Österreichischen Kynologenverbandes den Rücken kehrten – um mit flinken Schritten zur Balleröffnung zu eilen .....

1. Österreichisches Therapiezentrum für Problemhunde - ÖRV Langenzersdorf (bei Korneuburg)
"Schade, dass Sie der Einladung des Österreichischen Kynologenverbandes den Rücken kehrten – um mit flinken Schritten zur Balleröffnung zu eilen ......."

(Offener Brief)

Königsberger-Ludwig wurde vom Österreichischer Kynologenverband am Donnerstag, dem 15. Jänner 2026, zum jährlichen traditionellen Jahresempfang eingeladen.

Diese Einladung richtete sich an eine politische Verantwortungsträgerin, deren Zuständigkeitsbereich unmittelbar hunderttausende Hundehalter und ihre Hunde betrifft – realistisch betrachtet rund eine Million Bürgerinnen und Bürger in Österreich.

Das Nichterscheinen bei diesem Termin ist mehr als eine bloße terminliche Absage. Es ist ein deutliches Signal. Ein Signal dahingehend, welchen Stellenwert der organisierte Hundesport, die fachlich fundierte Hundehaltung und der Dialog mit den unmittelbar Betroffenen derzeit offenbar haben.

Umso auffälliger wirkt der Umstand, dass Frau Staatssekretärin bereits zwei Tage später, am 17. Jänner 2026, bei der Eröffnung des Pharmacieballs in der Hofburg öffentlich präsent war.
Ein gesellschaftliches Großereignis mit Tanz, Unterhaltung und Repräsentation fand offensichtlich Platz im Kalender – der fachliche Austausch mit der größten kynologischen Interessenvertretung des Landes hingegen nicht.



Diese Gegenüberstellung drängt eine unbequeme Frage auf: War der Ball, das gesellschaftliche Parkett und das öffentliche Auftreten wichtiger als der Dialog mit jenen Bürgerinnen und Bürgern, die sich seit Jahren sachlich, ehrenamtlich und oft gegen erheblichen politischen Gegenwind für verantwortungsvolle Hundehaltung, klare Regeln und den Erhalt des Gebrauchshundesports einsetzen?

Es geht hier nicht um persönliche Vorlieben oder Freizeitgestaltung, sondern um Prioritäten im politischen Handeln. Wer für Tierschutz, Hundegesetze und öffentliche Sicherheit zuständig ist, sollte den direkten Austausch mit Fachverbänden und Praktikern nicht als Nebensache behandeln. Das bewusste Fernbleiben von einem solchen Jahresempfang wird wahrgenommen – und es wird bewertet.

Nicht emotional, sondern nüchtern. Nicht polemisch, sondern faktenbasiert. Und genau deshalb bleibt ein schaler Eindruck zurück.

Ergänzend sei festgehalten, dass Hundebesitzer, Hundehalter und Gebrauchshundesportler politische Prioritäten sehr wohl wahrnehmen – und sie auch einzuordnen wissen.

Diese Gruppe stellt keine Randerscheinung dar, sondern umfasst in Österreich zumindest rund eine Million Menschen, die direkt Verantwortung für Hunde tragen. Rechnet man familiäre und partnerschaftliche Haushalte realistisch mit ein, betrifft dieses Thema rasch ein bis drei Millionen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger.

Politische Entscheidungen, aber auch politische Abwesenheit, bleiben nicht folgenlos. Bei jeder Wahl stellt sich für diese Menschen die gleiche Frage: Welche Politikerinnen, Politiker und welche Parteien nehmen unsere Anliegen ernst, suchen den Dialog und zeigen Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – und wer tut das eben nicht?

Wer sich wiederholt übergangen, nicht gehört oder bewusst ignoriert fühlt, wird das bei seiner nächsten Stimmabgabe berücksichtigen.
Nicht aus Trotz, sondern aus dem Gefühl heraus, im Stich gelassen worden zu sein. Was es bedeutet, wenn ein bis drei Millionen Bürger einer politischen Kraft das Vertrauen entziehen, lässt sich nüchtern abschätzen – ganz ohne Polemik.

Auch das ist politische Realität. Und genau deshalb wäre der sachliche Dialog mit der größten kynologischen Interessenvertretung des Landes nicht nur wünschenswert, sondern demokratisch geboten gewesen.

mit freundlichen Grüßen an Fr. Königsberger-Ludwig
Sticha Georg

Rechtlicher Hinweis (Artikel 10 EMRK)


Dieser Text stellt eine freie Meinungsäußerung im Sinne von Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) dar. Er gibt persönliche Einschätzungen, Wertungen und Kritik wieder und erhebt keinen Anspruch auf objektive Vollständigkeit oder rechtliche Verbindlichkeit.


Tel: +43 - (0) 676 - 359 49 03 ......
2103 Langenzersdorf, Am Hechtenfang 1
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