Entgegnung zum Artikel „Hundecoach: Gefährliche Menschen haben gefährliche Hunde“ (Kurier, 30.08.2025)
Veröffentlicht von Sticha Georg in Hundezucht/-genetik · Montag 01 Sep 2025 · 2:00
Tags: Hundecoach, gefährliche, Menschen, gefährliche, Hunde, Kurier, Entgegnung, Artikel, Hundeerziehung, Hundeverhalten, Hundetraining
Tags: Hundecoach, gefährliche, Menschen, gefährliche, Hunde, Kurier, Entgegnung, Artikel, Hundeerziehung, Hundeverhalten, Hundetraining
Entgegnung zum Artikel „Hundecoach: Gefährliche Menschen haben gefährliche Hunde“ (Kurier, 30.08.2025)
https://www.facebook.com/share/p/16MwKFcVnk/
Sehr geehrte Redaktion,
in Wahrnehmung meines durch Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) geschützten Rechts auf freie Meinungsäußerung nehme ich zum oben genannten Artikel Stellung.
Es handelt sich dabei ausdrücklich um meine persönliche Meinung.
1. Pauschale Abwertung von Rassen
Die Aussage Pierstorffs, der „Rottweiler sei der überflüssigste Hund, den es gibt“, empfinde ich als unsachlich, diskriminierend und tierschutzpolitisch fahrlässig. Solche Pauschalurteile tragen zur Stigmatisierung bei und lassen eine differenzierte Betrachtung vermissen.
2. Simplifizierung der Ursachen
Die Behauptung, Gefährlichkeit liege ausschließlich am Menschen, greift aus meiner Sicht zu kurz. Wissenschaftlich anerkannt ist, dass neben Erziehung und Sozialisation auch genetische Dispositionen und Zuchtmerkmale eine Rolle spielen. Wer diese Zusammenhänge negiert, verengt die Debatte auf ideologische Schlagworte.
3. Bekannte Voreingenommenheit Pierstorffs
Herr Pierstorff hat sich bereits in früheren Medienauftritten – etwa im Hangar-7 – als entschiedener Gegner sogenannter Listenhunde geoutet. Auch dort trat er durch unsachliche und pauschale Aussagen in Erscheinung. Es überrascht daher nicht, dass er nun erneut kompromisslos ein Zucht- und Importverbot fordert.
4. Fehlende Beachtung bestehender Rechtslage
Ihr Artikel erweckt den Eindruck, Österreich sei ein rechtsfreier Raum. Tatsächlich gibt es bereits strenge Vorgaben: verpflichtende Hundeführscheine, Auflagen für bestimmte Rassen und umfangreiche Haltungsvorschriften in mehreren Bundesländern. Diese gesetzlichen Grundlagen bleiben unerwähnt.
Fazit:
Die öffentliche Debatte über Hundehaltung verdient Differenzierung, nicht plakative Schlagworte. Wer einzelne Rassen als „überflüssig“ abtut und pauschal Verbote fordert, trägt nicht zu Sicherheit oder Tierschutz bei, sondern verfestigt Vorurteile.
""Ich erwarte von einer Qualitätszeitung wie dem Kurier, dass sie solche Aussagen kritisch einordnet und die Komplexität der Thematik berücksichtigt. Personen eine Plattform für unsachliche Beiträge zu bieten widerspricht wohl dem Presseehrenkodex - Gewissenhaftigkeit und Korrektheit in Recherche und Wiedergabe von Nachrichten und Kommentaren sind oberste Verpflichtung von Journalisten.
Mit freundlichen Grüßen
Sticha Georg/ Pressesprecher
Österreichischer Rottweiler Klub
Rechtlicher Hinweis:
Diese Entgegnung stellt eine von Artikel 10 EMRK geschützte Meinungsäußerung dar. Sie enthält Wertungen, die auf allgemein bekannten Tatsachen und öffentlichen Aussagen (u. a. Auftritte Bierstorffs in Medien) beruhen.
KURIER ORF @Highlight ÖKV - Österreichischer Kynologenverband Heute oe24.at oe24.tv Österreichischer Rottweilerklub - ÖRK
Bild APA / Kurier

